Mindestlohn zum 1.1.2017 angehoben




Zum Werdegang von Dr. Lohner

Mindestlohn zum 1.1.2017 angehoben

Mindestlohn

Mit dem „Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns“ vom 11.8.2014 wurde in Deutschland zum 1.1.2015 für Arbeitnehmer in Hotel- und Gaststätten sowie fast allen sonstigen Branchen ein gesetzlicher Mindestlohn von € 8,50 pro Stunde eingeführt. Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Berlin hat den Mindestlohn zum 1.1.2017 auf € 8,84 angehoben. Grund hierfür war die allgemeine Lohnentwicklung.

Geringfügige Beschäftigung

Vor allem in der Gastronomie und auch im Einzelhandel arbeiten zahlreiche Beschäftigte im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung. Auch für diese Beschäftigten gilt der Mindestlohn. Gastwirte und Hoteliers müssen ab dem 1.1.2017 darauf achten, dass dieser nicht unterschritten wird. Der Mindestlohn für geringfügig Beschäftigte bezieht sich, wie für die übrigen Beschäftigten auch, auf die Bruttovergütung pro Zeitstunde. Da der Minijobber keine Steuer- und Sozialabgaben zahlt, ist das auszuzahlende Entgelt von z. B. € 450,00 durch die zu leistenden Arbeitsstunden zu dividieren. Im Ergebnis muss sich ein Stundensatz von € 8,84 errechnen.

Vorsicht bei Überstunden

Leisten geringfügig Beschäftigte in der Gastronomie regelmäßig Überstunden, darf der Mindestlohn nicht unterschritten werden. Die maximale Arbeitsstundenzahl bei geringfügig Beschäftigten beträgt demnach (450/8,84 EUR =) 50,9 Stunden. Bei geringfügig Beschäftigten ist stets darauf zu achten, dass die geleisteten Überstunden auf die Stundenlöhne heruntergerechnet werden und der Mindestlohn dabei nicht unterschritten wird.

Stand: 29. März 2017

Joachim Lohner

Joachim Lohner